Matt Corby

Matt Corby lädt uns in sein „Rainbow Valley“ ein – so nämlich lautet der Titel des neuen Albums, das der Australier für den 2. November angekündigt hat.

Wir erinnern uns: 2015 veröffentlichte der Singer-Songwriter sein Debütalbum „Telluric“, ein Werk, das mit seiner Intimität und großen Bandbreite von Einflüssen beeindruckte.

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In der Zwischenzeit wurde Corby zum ersten Mal Vater, ein Erlebnis, das den Schaffensprozess nachhaltig beeinflusste: „Als ich erfuhr, dass ich Vater wurde, half mir dies dabei, einen klaren Kopf zu bekommen“, kommentiert der 27-Jährige die Aufnahmen des Albums in der idyllischen Umgebung der Music Farm Studios in Byron Bay. „Und als Teil dessen war ich in der Lage, eine Reihe merkwürdiger Blockaden zu überwinden, die ich hatte – sowohl persönlich als auch musikalisch. Als es an das Schreiben der Songs ging, stellte ich fest, dass ich weniger starrköpfig und aufgeschlossener war, mich in neue musikalische Richtungen zu bewegen.“

Beim Erkunden dieser neuen Richtungen vergaß Corby deshalb noch lange nicht seine Vergangenheit. Denn wie schon Telluric, ist ein Großteil der kreativen Dynamik hinter Rainbow Valley aus Jam-Sessions mit seinem alten Freund und langjährigen künstlerischen Gegenstück Alex Henriksson geboren. „Ich mache einen Großteil meines Experimentierens, Jammens, Songwritings mit ihm, eigentlich all die Sachen, die Spaß bringen“, sagt Corby über Henriksson. „Er ist der Co-Schreiber von zwei Songs des Albums [„Get With The Times“ und „Rainbow Valley“], doch auch darüber hinaus entspringt vieles unserer gemeinsamen Arbeit. Wir hängen ab und probieren uns an allen möglichen Sachen, bis wir etwas finden, das wir zu etwas Wohlklingendem ausbauen können. Und weil wir uns so gut kennen, können wir mit unseren Ideen beständig neue Grenzen austesten.“

Angespornt von einer Wagenladung voller Inspiration aus diesen Sessions, nahm Corby Anfang des Jahres offiziell die Arbeiten an dem neuen Album auf. Wie schon bei Telluric, vertraute er dabei auf die Dienste von Produzent Dann Hume und Tontechniker Matthew Neighbour. Alles andere übernahm er selbst. „Ich spiele und singe wieder jeden Part auf dem Album“, sagt er. „Weil wir so arbeiteten, konnten wir Ideen wirklich schnell in die Tat umsetzen – wenn ich will, dass sich etwas auf eine bestimmte Weise anfühlt, weiß ich fünf Dinge, die ich auf sechs Instrumenten anstellen kann, um potenziell genau das erwünschte Ergebnis zu erzielen. Und genau so haben wir es gemacht.“

Die Ergebnisse sprechen für sich. Satt und vielschichtig im Klang, ist Rainbow Valley von altem Soul und futuristischer Psychedelia gleichermaßen durchzogen – „freudvolle Musik“, wie Corby es umschreibt –, zugleich hat es die Tiefe und Perspektive eines Künstlers, der versteht, dass man die guten Zeiten nicht für selbstverständlich nehmen kann, sondern sie sich verdienen muss. „Wir versuchten definitiv, uns dessen bewusst zu sein“, so Corby. „Je freudvoller du etwas gestaltest, desto mehr müssen die Grundfesten stimmen. Und umso wichtiger wird es, womit du dich inhaltlich auseinandersetzt.“

Und da hat „Rainbow Valley“ in der Tat eine Menge zu bieten, wie schon die bisher veröffentlichten Songs zeigen: Das verträumte „No Ordinary Life“ erinnert uns daran, dass unser ach so ordinäres Leben in Wahrheit alles andere als gewöhnlich ist, die gefühlvolle, von großer Schönheit und Fragilität durchzogene Ballade „All Fired Up“ beschwört die symbiotische Kraft zwischen zwei Liebenden und in „All That I See“ beschreibt Matt Corby mit politischem und psychologischem Tiefgang die aktuelle Weltlage, wie er sie sieht. 


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